4G-Empfang mit LTE outdoor und LTE indoor

Beim LTE-Empfang unterscheidet man grundsätzlich zwischen LTE outdoor und LTE indoor. Mit LTE outdoor bezeichnet man die 4G-Abdeckung im Freien, die wesentlich größer ist als die Netzabdeckung mit LTE indoor für das Surfen in Gebäuden. Wer 4G nicht nur zum Surfen mit dem LTE-Smartphone, sondern vor allem als Festnetzersatz daheim nutzen möchte, sollte sich im Vorfeld genau über den LTE-Empfang informieren. Wollen Sie zum Beispiel einen Vertrag mit Deutscher Telekom, Congstar (Homespot) oder Vodafone (GigaCube)  abschließen, ist es wichtig zu wissen, ob an Ihrem Wohnort LTE outdoor oder LTE indoor vorhanden. Nutzen Sie unsere kostenlose und unabhängige LTE-Verfügbarkeitsabfrage.

LTE-Empfang der deutschen Netzbetreiber:

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Wir überprüfen den 4G-Empfang an Ihrer Wunschadresse bei allen deutschen Anbietern. In wenigen Sekunden erfahren Sie, welcher Netzbetreiber 4G an Ihrer Adresse anbietet. Mit unserem unabhängigen LTE-Check fragen wir immer LTE indoor ab. So können Sie sicher gehen, dass Sie selbst in Gebäuden einen guten LTE-Empfang haben.

LTE outdoor und LTE indoor auf den Karten der Netzbetreiber

In der Vergangenheit unterschieden Telekom und Vodafone auf ihren LTE-Karten zwischen 4G outdoor und 4G indoor. Anhand unterschiedlicher farblicher Markierungen auf der Netzabdeckungskarte wusste der Nutzer, wie es um den LTE-Empfang im Freien und in Gebäuden bei den Netzbetreibern steht. Die beiden Mobilfunkanbieter haben vor einiger Zeit ihre 4G-Karten komplett überarbeitet und die Informationen stark reduziert.

LTE indoor LTE outdoor
o2 zeigt LTE indoor und LTE outdoor auf der Karte an (Bildquelle: Telefónica Deutschland)

Aktuell zeigt nur die LTE-Netzabdeckungskarte von Telefónica Deutschland LTE indoor und LTE outdoor an. Der Netzbetreiber zeigt die Versorgung in Gebäuden in Blau an, während die Versorgung im Freien Hellbraun markiert ist. Wie man anhand der Karte sehen kann, gibt es teilweise deutliche Unterschiede beim LTE-Empfang indoor und outdoor. Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich nicht nachvollziehbar, warum Telekom und Vodafone diese elementaren Informationen nicht mehr auf ihren 4G-Karten anzeigen.

Frequenznutzung und LTE indoor/LTE outdoor

Mit etwas Grundwissen über 4G-Frequenzen kann man zumindest einschätzen, wie es um den LTE-Empfang im Freien und in Gebäuden am eigenen Wohnort steht. Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland haben die ländlichen Regionen mit 800-MHz (Digitale Dividende I) ausgebaut. Die Bundesnetzagentur hatte die Netzbetreiber bei der Auktion 2010 dazu verpflichtet, unversorgte Gemeinden mit diesem Frequenzspektrum auszubauen. Die Idee dahinter: LTE sollte zum Festnetzersatz auf dem Land werden. Eine Basisstation mit 800-MHz kann einen Umkreis von 10 Kilometer mit 4G versorgen. Dazu lassen sich mit den Frequenzen der Digitalen Dividende I besonders gut Wände durchdringen. Dies gilt auch für das Frequenzspektrum mit 700-MHz (Digitale Dividende II).

Wer auf dem Land lebt, sollte im Regelfall in Gebäuden einen guten LTE-Empfang haben. Die Versorgung mit LTE indoor kann jedoch durch die Bauweise des Hauses beeinträchtigt sein. Bei dicken Wänden und starken Metallträgern kann das Mobilfunksignal empfindlich gestört werden. In diesem Fall muss man mit Smartphone und Router die Fensternähe suchen, um einen guten 4G-Empfang zu haben. Doch nicht nur auf dem Land soll der Empfang in Häusern gut sein. Die Netzbetreiber versichern auch in den Städten mit 1800- und 2600-MHz ein gutes Signal in Gebäuden.

Ausbau mit 800-MHz in den Städten

Das Frequenzspektrum mit 800-MHz kommt vor allem auf dem Land zum Einsatz. Doch Vodafone und Telefónica Deutschland haben viele Städte mit den Frequenzen der Digitalen Dividende ausgebaut. Der Grund ist einfach: Ein Sendemast mit 800-MHz bietet einen besonders guten LTE-Empfang. Eine solche Basisstation kann einen Umkreis von 10 Kilometer mit 4G versorgen. Der Ausbau mit 800-MHz verfolgte dabei vor allem in Stadtteilen am Rand. Im Zentrum nutzen Vodafone und o2 ebenso 1800- und 2600-MHz zum Ausbau, um ihren Kunden möglichst hohe Übertragungsraten zu gewährleisten.

Die Deutsche Telekom wiederum nutzt nur 1800-MHz in den Städten, 800-MHz kommt beim Bonner Netzbetreiber ausschließlich auf dem Land zum Einsatz. Der Mobilfunkanbieter versichert jedoch, dass er auch in den Städten einen guten Empfang mit LTE indoor und LTE outdoor bietet. Sollte es zu konkret Problemen kommen, soll ein 4G-Sendemast mit 800-MHz ausfehlen, dies sollte jedoch die absolute Ausnahme sein. Grundsätzlich sollten die Netzbetreiber Wert darauf legen, ihren Kunden in Stadt und Land zumindest einen akzeptablen LTE-Empfang zu bieten.

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